Doping im Fahrradsport – ein überschätztes Übel
Doping im Fahrradsport ist mittlerweile ein Reizthema geworden. Der Ursprung des Doping liegt in Afrika, wo es als eine Stimulanz eingenommen wurde. Von dort kam es nach England, um dort bei Pferderennen als Aufputschmittel zum Einsatz zu kommen. Anfang der 30er Jahre trat Doping erstmals im Sportbereich auf, die ersten Kontrollen dazu wurden bei den Olympischen Winterspielen 1968 vorgenommen.
Ist der Fahrradsport in einer moralischen Krise?
Wenn man bedenkt, dass Stimulanzen in der Weltgeschichte immer eine große Rolle gespielt haben, ist es nicht verwunderlich, dass sich Doping auch im Fahrradsport einen Namen macht. Der Festina-Skandal in den 90er Jahren, brachte erst richtig die Aufmerksamkeit in den Radradsport hinein. Schreckensmeldungen über Todesfälle machten die Runde. Es kam ans Licht, dass “therapeutische Dosen” von den Ärzten verschrieben wurden, um die Leistung anzukurbeln, dabei wurden sie in Dimensionen verabreicht, die schon ans Experimentieren grenzte. So wurde beispielsweise vom damaligen Sportmediziner Gèrald Nicolet bestätigt, dass es allgemein bekannt war, dass Dopingmittel verabreicht wurden.
Doping: ein globales Problem?
Es nahmen nicht alle Fahrer die Substanz zu sich, aber aufgrund der phänomenalen Leistungssteigerung der anderen Fahrer und deren Siege blieb fast nichts anderes mehr übrig. Natürlich gab und gibt es auch “die sauberen Fahrer”, die mit ihrer Leistung wirklich zeigen, was Radsport ist, nämlich ein Hochleistungssport. Nicht nur im Radsport, alle anderen Sportarten sind genauso betroffen. Wenn das Problem in Deutschland gelöst würde, was ist mit den anderen Ländern, die anscheinend gar kein Problem damit haben.
Wird Doping im Radsport überschätzt?
Gegenüber den nicht gedopten Fahrern sind die unter Strom stehenden natürlich im Vorteil, was für die sportliche Fairness nicht korrekt ist. Aber wird der Stellenwert des Sportlers in der Öffentlichkeit überbewertet, wird daran die Moral eines Landes gemessen? Mit Sicherheit sollte das nicht sein. In unserem Alltag finden sich alle Dopings der Welt: Stimmungsaufheller, Beruhigungsmittel, Glücksdrogen. Am Arbeitsplatz wird gedopt, beim Sex ebenso. Der körperliche Trend sind hartgestählte Muskeln, fit bis zum Umfallen. Es sieht wirklich aus, als ob der Alltag aber auch der Fahrradsport nicht mehr ohne “Hilfsmittel” auskommt. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, inwieweit er seinen Körper damit belasten will.
Fahrradfahren ist aber besonders im privaten Umfeld ein geschätzter und sinnvoller Sport von Jung bis Alt. Immer mehr Hersteller bieten im Sonderverkauf Fahrräder und Fahrradteile an, sodass auch mit wenig Geld ein passables Fahrrad erstanden werden kann.