Alles aus einer Hand? Ein Plädoyer für die Stammapotheke!

Bereits bei einem schwer therapierbaren Bluthochdruck kann es der Fall sein. Plötzlich müssen – und das dauerhaft -, mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden. Auch dann, wenn Patienten unter mehreren Krankheiten leiden, ist rasch die so genannte Polymedikation oder Polypharmazie erreicht.

“Tatsächlich müssen mehr als ein Viertel der gesetzlich versicherten Patienten mindestens fünf verschiedene Wirkstoffe gegen unterschiedliche Krankheiten.einnehmen”, erklärt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Je mehr Medikamente ein Patient braucht, desto schwieriger fällt es ihm jedoch, den Überblick zu bewahren.
Zudem ist es oft auch so, dass Medikamente von mehreren Ärzten verschrieben werden. Und oftmals kennt der eine Arzt dann nicht alle Verordnungen seiner Kollegen. Hier kann/könnte der Apotheker Doppelverordnungen oder unerwünschte Wechselwirkungen erkennen. Vorausgesetzt, der Patient besitzt eine “Stammapotheke”, in der er sich sämtliche Arzneimittel besorgt: “Ärzte und Apotheker können sich gerade in dem genannten Sektor ergänzen und damit die Arzneimitteltherapie sicherer machen. Eine Voraussetzung ist, dass Patienten möglichst alles aus einer Apotheke beziehen – einschließlich der Selbstmedikation”, erklärt Apotheker Dr. Andreas Kiefer aus dem Vorstand des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI).

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